Zuerst die Frage: ist eine Imprägnierung überhaupt nötig?
Die Imprägnierung ist für Anwendungen mit Wasser- oder Erdkontakt oder mit Bewitterung gedacht. Bei einem Möbelhalbzeug, das vollständig im Innenraum bleibt, ist sie unnötig und erhöht nur die Kosten.
Im Katalog werden natur gehobelte Oberflächen ohne Imprägnierung versandt; imprägniertes gehobeltes Schnittholz ist eine eigene Produktgruppe.
Drei Farben, drei Gewohnheiten
Alle drei dienen demselben Schutzzweck; sie unterscheiden sich im Aussehen.
- Farblos: erhält den natürlichen Ton. Für Fassaden und Wasserkontakt, wo die Maserung sichtbar bleiben soll.
- Grün: der klassische Grünton. Für Park- und Gartenmöbel sowie tragende Außenbauteile.
- Braun: bevorzugt bei Terrassendielen, Fassadenbekleidung und Dekorarbeiten.
Reihenfolge beim Zuschnitt: der häufigste Fehler
Die Imprägnierung erfolgt stets nach dem Zuschnitt. Imprägniertes Material nachträglich zu schneiden legt eine ungeschützte Innenfläche frei, und der dort beginnende Abbau erfasst das ganze Bauteil.
Die Längen der Stückliste müssen daher vor der Imprägnierung feststehen. Eine Zugabe, die auf der Baustelle gekürzt wird, schafft ein Schutzrisiko.
Konditionierung nach der Behandlung
Nach dem Kessel wird das Material konditioniert, dann verpackt und versandt. Oberflächenbehandlungen vor Abschluss der Konditionierung liefern möglicherweise nicht das erwartete Ergebnis.
