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Imprägnierung
7 Min. Lesezeit · Technisches Büro Kaswood

Farblos, grün und braun: welche Imprägnierung wofür

Die Imprägnierung ist ein Druckverfahren, das Holz gegen Fäulnis und biologischen Abbau schützt. Sie schützt bis zu 100 Jahre — an Fassaden, bei Park- und Gartenmöbeln, Masten und Arbeiten mit direktem Wasserkontakt. Die Farbwahl betrifft dagegen das Aussehen, nicht den Schutz.

Farblos, grün und braun: welche Imprägnierung wofür

Zuerst die Frage: ist eine Imprägnierung überhaupt nötig?

Die Imprägnierung ist für Anwendungen mit Wasser- oder Erdkontakt oder mit Bewitterung gedacht. Bei einem Möbelhalbzeug, das vollständig im Innenraum bleibt, ist sie unnötig und erhöht nur die Kosten.

Im Katalog werden natur gehobelte Oberflächen ohne Imprägnierung versandt; imprägniertes gehobeltes Schnittholz ist eine eigene Produktgruppe.

Drei Farben, drei Gewohnheiten

Alle drei dienen demselben Schutzzweck; sie unterscheiden sich im Aussehen.

  • Farblos: erhält den natürlichen Ton. Für Fassaden und Wasserkontakt, wo die Maserung sichtbar bleiben soll.
  • Grün: der klassische Grünton. Für Park- und Gartenmöbel sowie tragende Außenbauteile.
  • Braun: bevorzugt bei Terrassendielen, Fassadenbekleidung und Dekorarbeiten.

Reihenfolge beim Zuschnitt: der häufigste Fehler

Die Imprägnierung erfolgt stets nach dem Zuschnitt. Imprägniertes Material nachträglich zu schneiden legt eine ungeschützte Innenfläche frei, und der dort beginnende Abbau erfasst das ganze Bauteil.

Die Längen der Stückliste müssen daher vor der Imprägnierung feststehen. Eine Zugabe, die auf der Baustelle gekürzt wird, schafft ein Schutzrisiko.

Konditionierung nach der Behandlung

Nach dem Kessel wird das Material konditioniert, dann verpackt und versandt. Oberflächenbehandlungen vor Abschluss der Konditionierung liefern möglicherweise nicht das erwartete Ergebnis.

Von der Theorie zum echten Auftrag.

Stehen Maße und Sortierklasse fest, beschreiben Sie das Teil im Angebotsrechner; sonst führt Sie das technische Büro am selben Arbeitstag weiter.